Landkreis Hameln-Pyrmont

Lebenszykluskostenanalyse im Architekturwettbewerb – Neubau Schulzentrum ESS/HKS, Landkreis Hameln-Pyrmont

Im Rahmen des Architekturwettbewerbs für den Neubau des Schulzentrums Elisabeth-Selbert-Schule/Heinrich-Kielhorn-Schule im Landkreis Hameln-Pyrmont unterstützte rotermund.ingenieure den Auslober bei der wirtschaftlichen Bewertung der eingereichten Wettbewerbsarbeiten. Ziel war es, die langfristige Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Entwürfe zu berücksichtigen und diese als Entscheidungskriterium in das Wettbewerbs- und Vergabeverfahren einzubringen.

Zunächst wurden die insgesamt 15 eingereichten Wettbewerbsarbeiten überschlägig geprüft. Dabei erfolgte eine funktionale Bewertung der Entwürfe auf Basis der Planunterlagen sowie eine grobe Abschätzung der zu erwartenden Lebenszykluskosten. Die Ergebnisse wurden in einer strukturierten Prüfmatrix zusammengeführt und in Form einer Ampelbewertung dargestellt.

Ergänzend nahm rotermund.ingenieure als sachverständiger Berater an der Sitzung des Preisgerichts teil und unterstützte die Diskussion zur Wirtschaftlichkeit der Wettbewerbsentwürfe.

Für die drei Preisträger wurden anschließend im nachfolgenden VgV-Verfahren detaillierte Lebenszykluskostenberechnungen durchgeführt. Dabei wurden Errichtungs-, Nutzungs- und langfristige Sanierungskosten in einem dynamischen Berechnungsmodell zusammengeführt und über einen Betrachtungszeitraum von mindestens 50 Jahren analysiert.

Leistungsumfang / Maßnahmen (Auszug)

  • Überschlägige Prüfung von 15 Wettbewerbsarbeiten hinsichtlich Lebenszykluskosten
  • Erstellung einer Prüfmatrix mit zentralen Kostenarten (z. B. Instandhaltung, Reinigung, Energie, Sanierung)
  • Funktionale Bewertung der Entwürfe anhand von Plänen und Erläuterungsberichten
  • Grobe Abschätzung der Lebenszykluskosten und Darstellung der Ergebnisse mittels Ampelsystem
  • Teilnahme an der Preisgerichtssitzung als sachverständiger Berater
  • Durchführung detaillierter Lebenszykluskostenberechnungen für die drei Preisträger
  • Integration von Errichtungs-, Nutzungs- und Sanierungskosten in ein dynamisches Berechnungsmodell
  • Vergleich der Ergebnisse mit Marktbenchmarks aus dem fm.benchmarking
  • Aufbereitung der Ergebnisse als Entscheidungsgrundlage für das VgV-Verfahren

Mit der Untersuchung erhielt der Landkreis Hameln-Pyrmont eine fundierte Grundlage, um die Wettbewerbsentwürfe nicht nur architektonisch, sondern auch hinsichtlich ihrer langfristigen Wirtschaftlichkeit zu bewerten.